Der Bund der Energieverbraucher rät Gaskunden zu einem scharfem Vorgehen gegen die anstehenden Preiserhöhungen.
Die Kunden könnten sich weigern, überhöhte Gaspreise zu zahlen, sagte der Vorsitzende des Bundes der Energieverbraucher, Aribert Peters, am Freitag im ARD-„Morgenmagazin“. Der Versorger müsse bei einer solchen Weigerung seinem Kunden aufzeigen, ob die Erhöhung gerechtfertigt sei, er dürfe aber nicht den Gashahn zudrehen. Allerdings riskiere man einen Rechtsstreit mit seinem Versorger, räumte Peters ein.
Peters kritisierte, die Anhebungen der Gaspreise resultierten aus zu wenig Wettbewerb und fehlender Aufsicht. „Hier passiert politisch zu wenig“, sagte Peters. Das Gasmarkt werde zu langsam liberalisiert, so dass die Verbraucher nur in wenigen Städten den Anbieter wechseln könnten. In der Fläche funktioniere dies aber noch nicht.
Zweifel an Gründen für Preissteigerungen
Die Anhebung der Gaspreise könne nicht mit höheren Bezugspreisen begründet werden, sagte Peters weiter. Diese seien gesunken, wodurch die Gasversorger ihren Gewinn um drei Milliarden Euro gesteigert hätten. Dennoch würden die Preise wegen der Koppelung des Gaspreises an den Ölpreis weiter steigen.
Quelle: Focus