Freitag, 28. Dezember 2007

Eine ganze Branche steht unter Strom

Hamburg - Die deutschen Verbraucher müssen sich auch 2008 auf weiterhin deutlich steigende Energiepreise einstellen: Strom, Gas, Heizen und Warmwasser - alles wird teurer. Die steigenden Strompreise treiben den Billiganbietern massenhaft Kunden zu.

Unternehmen wie Yello, E-wie-einfach oder Nuon verzeichnen rasant wachsende Zahlen, wie das «Handelsblatt» (Donnerstag) schrieb. Nach Angaben des Verbraucherportals Verivox erhöhen mehr als 300 Versorger zum Jahresbeginn die Strompreise - um bis zu 25 Prozent. Eine Kleinfamilie mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden muss dann laut Verivox im Bundesdurchschnitt etwa 6,6 Prozent mehr zahlen als im Januar 2007.

«Der Knoten ist geplatzt», sagte LichtBlick-Geschäftsführer Heiko von Tschischwitz in Hamburg der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die Verbraucher hätten nun begriffen, dass sie wechseln könnten, ohne dass der Strom ausfalle. 2008 rechnet er mit weiterer Belebung. Neben dem Öko-Stromanbieter LichtBlick drängen eine Reihe von neuen Spielern auf den Strommarkt, etwa die Telefonanbieter Teldafax und die Freenet-Tochter Klarmobil.

Die großen Konzerne RWE, E.ON und Energie Baden-Württemberg (EnBW) werben mit günstigeren Zweitmarken um Kunden. E.ON-Ableger E-wie-einfach nahm rund 400 000 Verbraucher unter Vertrag nahm, schreibt das «Handelsblatt» unter Berufung auf Konzernkreise. RWE-Ableger Eprimo komme auf 170 000 Kunden. Die EnBW- Tochter Yello habe derzeit rund 1,3 Millionen Kunden. Nuon gewinnt nach eigenen Angaben monatlich deutlich über 10 000 Kunden neu hinzu.



Quelle: Kölnische Rundschau

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